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Kritische Blicke auf die SWMH

SWMH: Segen oder Fluch?

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SWMH: Segen oder Fluch? So lautet der Titel des jüngsten ver.di-Flugblattes, das an die Beschäftigten in den Unternehmen der Medienholding Süd (Teilkonzern der SWMH) verteilt wurde. Inhaltlich geht es um die Umstrukturierungen bei der “Esslinger Zeitung” nach dem Erwerb der Mehrheitsanteile durch die “Stuttgarter Zeitung”. Zudem werden die fehlerhaften Lohn- und Gehaltsabrechnungen in den P-Gesellschaften (Pressehaus Stuttgart Druck GmbH, Pressehaus Stuttgart Infotechnik GmbH und PHV Service GmbH) thematisiert.

 

Hier steht das Flugblatt zum Download zur Verfügung:

Medienholding Süd GmbH kauft Anzeigenblatt Stadtanzeiger auf

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stadtanzeigerDen Mitbewerber vom Markt genommen: Die Medienholding Süd (Unterkonzern der SWMH) und ihre Partnerverlage in der Region Stuttgart haben die Firma Jung-Verlag Makro-Medien-Dienst GmbH & Co. KG (Anzeigenblatt Stadtanzeiger) aufgekauft. Die Zustimmung des Kartellamtes zum Kauf der JVMMD liegt mittlerweile vor. Die letzte Ausgabe des Stadtanzeiger erschien am 17. Mai 2017. Das Ersatzprodukt ist das Stuttgarter Wochenblatt. Die zirka 40 Beschäftigten des Stadtanzeigers, die Spediteure und die insgesamt 5000 Zusteller sind ersten unbestätigten Informationen zufolge allesamt gekündigt worden. Was 1964 mit einer Stadtanzeiger-Ausgabe am Stammsitz Böblingen begann, war zuletzt auf 26 Teilausgaben und mehr als  854.000 Exemplaren Auflage angewachsen.

Ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft: “Mit dem Stadtanzeiger ist ‘der’ Konkurrent des Wochenblattes vom Markt genommen worden. Wer also künftig inserieren will, kann dies nur noch in Produkten der Medienholding Süd tun. Diese bestimmt also künftig den Preis. Verlierer sind wieder mal die Beschäftigten, die die Zeche der Konzentrationsprozesse zur Profitmaximierung bezahlen müssen.“

Medienwissenschaftler Röper informiert über SWMH

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Flyer_SWMHVeranst_030417Eine Information- und Diskussionveranstaltung mit  Medienwissenschaftler Horst Röper findet am Montag, 3. April 2017, ab 18 Uhr im DGB-Haus Stuttgart (Willi-Bleicher-Str. 20), 2. Stock, Konferenzraum 1 statt. Das Thema lautet: “Medien-Macht im Südwesten”.

Zuletzt machte die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) durch die Übernahme der Ess-linger Zeitung von sich reden. Davor durch die Zusammenlegung der Redaktionen von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten und die Halbierung von Lokalredaktionen im Schwarzwald durch eine Kooperation des Konzernblattes Schwarzwälder Bote mit dem zum Konzern der Augsburger Allgemeinen gehörenden Konstanzer Südkurier. Spätestens mit dem Kauf der Mehrheitsanteile an der Süddeutschen Zeitung und der Integration des Schwarz-wälder Boten in den Konzern entstand in Stuttgart einer der potentesten Medienkonzerne Deutschlands, der vor allem durch Zukäufe von Titeln wächst. Diese Zukäufe werden größ-tenteils finanziert durch so genannte Synergieeffekte, die sich praktisch als Abbau von Ar-beitsplätzen und Verlagerung von Arbeit in tariflose Tochterunternehmen entpuppen.
Zeit also, sich diesen Medienkonzern genauer anzusehen. Ver.di hat deshalb den Dortmun-der Medienwissenschaftler Horst Röper gebeten, die aktuelle Konzernstruktur zu analysieren und dabei auch die Überkreuz-Verflechtungen zu berücksichtigen, die die SWMH mit den Zeitungskonzernen Medien Union (Rheinpfalz Ludwigshafen, Freie Presse Chemnitz) und Südwest Presse Ulm (mit Märkischer Oderzeitung) verbinden. Das Ergebnis soll in dieser Veranstaltung vorgestellt werden. Darüber hinaus wird der ver.di-Konzernbeauftragte Uwe Kreft die Auswirkungen der Konzernpolitik auf die Beschäftigten darstellen und ver.di-Landesfachbereichsleiter Siegfried Heim die Folgen für Pressevielfalt und Journalismus beleuchten.

Beschäftigte des Nordbayrischen Kurier in Bayreuth befinden sich kurzfristig im Streik!

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Die Beschäftigten des Nordbayrischen Kurier in Bayreuth haben gestreikt: gegen die SWMH und gegen die Absicht, angeblich bis zu als 50 Arbeitsplätze am Standort Bayreuth streichen zu wollen.  Hierzu gibt es eine Information des Konzernbetriebsrates der SWMH.

Die Geschäftsführung des Nordbayrischen Kurier hat hingegen folgende Intranetmeldung veröffentlicht:

Stellungnahme der Geschäftsführung des Nordbayerischen Kuriers
Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,

die Geschäftsführung möchte Sie heute über den aktuellen Stand zu den Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere über die Gespräche/Verhandlungen mit dem Betriebsrat hinsichtlich der wegfallenden Arbeitsplätze, informieren.

Die Beratungen mit dem Betriebsrat wurden vor einer Woche erfolgreich und zügig in zwei Beratungsterminen abgeschlossen, um so schnell wie möglich die neuen Stellen, die es in der Unternehmensgruppe zu besetzen gibt, aushängen und somit neue Perspektiven für möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten zu können. Es wurden bereits rund 20 Stellen ausgeschrieben, die mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Nordbayerischen Kuriers besetzt werden können. Auch Vorruhestandslösungen werden mit einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beraten.

Bereits jetzt ist absehbar, dass es nicht zu den von den Gewerkschaften und dem Betriebsrat genannten 50, sondern zu deutlich weniger Kündigungen kommen wird. Dies haben wir auch von Anfang an gegenüber dem Betriebsrat und den Gewerkschaften betont. Daher können wir nicht nachvollziehen, weshalb dennoch immer wieder diese Zahl genannt, teilweise sogar zu „mindestens 50 Kündigungen“ deklariert wird, zumal nach heutigem Stand  keinem Redakteur mehr gekündigt werden wird.

Die Sozialplanverhandlungen haben unmittelbar nach Abschluss der Beratungen letzte Woche mit einem ersten Verhandlungstermin begonnen, um auch hier keine Zeit zu verlieren und baldmöglichst Klarheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bieten. Es wurden zunächst Maximalforderungen seitens des Betriebsrats gestellt, die weder in der Branche noch in der Unternehmensgruppe dem üblichen entsprechen, so dass noch weitere Verhandlungen notwendig sind. Jedoch hat der Arbeitgeber bereits im ersten Termin deutlich gemacht, an welchen Stellen man sich schnell einig werden kann.

Die Forderungen des Betriebsrats unterscheiden sich nicht von denen der Gewerkschaften. Da die Erfahrung zeigt, dass eine Einigung bei Verhandlungen mit dem Betriebsrat schneller erzielt werden kann, liegt unser Fokus darauf mit dem Betriebsrat zu einer zügigen Einigung zu gelangen. Die nächsten Verhandlungstermine wurden bereits für März und April vereinbart.

Mit freundlichen Grüßen

Bodo Kurz
Geschäftsführer

Ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft: “Die Beschäftigten des Nordbayrischen Kurier kämpfen um den Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen mit nach dem Grundgesetz vorgegebenen Mitteln. An die betroffenen Beschäftigten gehen die solidarischen Grüße aller KollegInnen der SWMH und der MHS. Gleichzeitig soll dies als Warnung an die Geschäftsführung der SWMH dienen, bei den Übernahmen der “Esslinger Zeitung”, “Canstatter Zeitung”, “Untertürkheimer Zeitung” und “Böblinger Kreiszeitung” nach dem selben Muster verfahren zu wollen. Auch wir werden uns zu wehren wissen”, so Kreft.

 

Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) in Stuttgart weiterhin im Kaufrausch: “Böblinger Bote” ist nächstes Opfer

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Die Stuttgarter Zeitung (gehört zum Konzern der SWMH)  kauft weiter auf: Nach der “Esslinger Zeitung” wechselt auch der “Böblinger Bote” durch Mehrheitsbeteiligung in den Konzern der Medienholding Süd bzw. der Südwestdeutschen Medienholding. Im Intranet heißt es gestern u. a. dazu:

Durch den geplanten Erwerb der Anteilsmehrheit von der Verlegerfamilie Schlecht an der Kreiszeitung Böblinger Bote (KRZ) – der Zukauf steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt – unterstreicht die Stuttgarter Zeitung (StZ) die Bedeutung und Wichtigkeit der gedruckten Zeitung und investiert daher in Lokalzeitungen, um deren Erhalt zu gewährleisten.

„Durch diese Entscheidung ist es uns gelungen, einen verlässlichen Partner an unserer Seite zu haben, der – auch als langjähriger Mitgesellschafter der KRZ – das Zeitungsbusiness aus dem „Effeff“ beherrscht. Die KRZ-Böblinger Bote verfügt schon jetzt über einen überregionalen Mantel, der von den Stuttgarter Nachrichten seit 2001 geliefert wird“, so Paul-Matthias Schlecht.

Mit dem Einstieg werden KRZ und StZ zukünftig eng zusammenarbeiten. „Die Kooperation ermöglicht es uns, Kompetenzen zu bündeln, Marktchancen zu nutzen und gemeinsam strategische Ziele zu entwickeln. Wesentliche gemeinsame Themen für die nächste Zeit werden der Erhalt und Ausbau von Know-how und die Ausschöpfung von Synergie-Potenzialen unter Berücksichtigung der Eigenständigkeit der KRZ sein“, so StZ-Geschäftsführer Herbert Dachs.

Kontext-Wochenzeitung hat über die geplante Übernahme bereits vor Wochen berichtet.

 

 

Ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft: “Dr. Rebmann im Kaufrausch – damit sind vermutlich alle Gerüchte passe, die von wirtschaftlichen Schwierigkeiten der SWMH wissen wollten. Durch die Inthronisierung von Uwe Reichert (bisher GF der Leonberger Kreiszeitung) als künftigen operativen Geschäftsführer wird auch klar, welches Geschäftsmodell dem “Böblinger Bote” demnächst übergestülpt werden könnte. Übrig bleiben könnte eine kleine schnucklige Geschäftsstelle mit ein paar RedakteurInnen für die lokale Berichterstattung als 5. Buch der Stuttgarter Zeitung. Langfristig bezahlen neben den Lesern wieder die Beschäftigten die Zeche für das “Anorganische Wachstum” der SWMH”.

Die Würfel sind gefallen: Führungsmannschaft bei Bechtle in Esslingen steht

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Nun ist es amtlich: Die Beschäftigten bei Bechtle in Esslingen (“Esslinger Zeitung”) sind am Montag, 30. Januar 2017, informiert worden, dass die Stuttgarter Zeitung endgültig die Mehrheitsanteile an dem Unternehmen Bechtle graphische Betriebe und Verlagsdienstleistungen erworben hat. Die bisherige gesellschaftsrechtliche Problematik scheint geklärt – Gesellschafter Gottlieb (Teck-Bote Kirchheim) verzichtet auf den Rückkauf der Anteile von 21 % von der SWMH.

Frau Dr. Bechtle-Kobarg hat die operative Geschäftsführung mit Datum vom 20. Januar 2017 niedergelegt. Dies gilt natürlich auch für den Rotenberg Verlag in Bad Canstatt (“Canstatter Zeitung” und “Untertürkheimer Zeitung”). Ihr Nachfolger ist der bisherige Interimsmanager Andreas Heinkel. Neuer Geschäftsführer der Akzidenz von Bechtle DuS (Druck und Service) ist Carsten Huber, “Rebmann-Vertrauter” und Geschäftsführer der Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft und des Druckzentrums Südwest in Villingen-Schwenningen.

Ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft: “Ich bleibe dabei: Es ist naiv zu glauben, dass alles bleibt wie es war. Wenn “sinnvolle Synergieeffekte” geprüft werden, die “wirtschaftlich von Vorteil für das Unternehmen sind”, bleibt am Ende Personalabbau übrig.”

Ruummss! Betriebsräte stellen Strafantrag gegen Geschäftsführer der Schwarzwälder Bote Redaktionsgesellschaft (SBR), Herrn Schreijäg

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Die Konzernbetriebsräte der Medienholding Süd GmbH (KBR MHS) und der Südwestdeutschen Medienholding GmbH (KBR SWMH) haben offensichtlich “die Faxen dicke”: Beide Betriebsratsgremien haben einen Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft Rottweil wegen Behinderung der Betriebsratsarbeit von Dr. Thomas Ducks gegen den Geschäftsführer der Schwarzwälder Bote Redaktionsgesellschaft, Hans Peter Schreijäg, eingereicht. Das dazugehörige Info des KBR SWMH kann hier nachgelesen werden.

Die Störung oder Behinderung der BR-Arbeit von Dr. Thomas Ducks ist vermutlich jedoch kein Einzelfall. Den Konzernbetriebsräten sind durchaus auch andere Fälle in andern Unternehmen bekannt, die die Konzernbetriebsräte als Störung oder Behinderung der BR-Arbeit werten. Zumindest der KBR MHS hat daher gegenüber anderen Unternehmen der MHS deutlich gemacht, dass er die Behinderung nicht dulden, sondern ganz im Gegenteil auch diese strafrechtlich verfolgen wird.

ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft: “Es ist eine Schande, dass ein Konzern, der soviel Gel verdient und einen Zeitungs-Lokalverlag nach dem andern aufkaufen kann, innerbetrieblich zu solchen Mitteln greifen muss bzw. will, um Betriebsräte zu schikanieren. Bin echt gespannt, wie die ansonsten angestrengt netten und freundlichen MHS-Geschäftsführer Dachs und Paasch dies erklären wollen. Vor allem Paasch hatte gegenüber dem KBR SWMH im Februar 2016 eine Behinderung der BR-Arbeit weit von sich gewiesen, hatte sich echauffiert und wirkte fast beleidigt. Dies können die Verantwortlichen um SWMH-GF Alexander Paasch nun alles der Staatsanwaltschaft Rottweil erklären, denn dass SBR-GF Schreijäg alleinig Handelnder ist, glaubt nicht mal jemand, der schon nächtelang auf der Oberndorfer Fasnet unterwegs war.”

Schöne „Bescherung“: SWMH streicht beim Nordbayerischen Kurier fest jede vierte Stelle

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Kurz vor Weihnachten sorgte die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) bei den Mitarbeitern des Nordbayerischen Kuriers für „Angst und Schrecken“. Am 8. Dezember 2016 wurden Betriebsrat und Belegschaft darüber informiert, dass im Zuge von Umstrukturierungen mehr als 50 Vollzeitstellen im Verlag gestrichen werden sollen. Am 15. Dezember 2016 hat eine Betriebsversammlung stattgefunden, die keine weiteren Erkenntnisse für die derzeit 225 Beschäftigten gebracht hat. Die betriebsbedingten Kündigungen sollen erst im neuen Jahr ausgesprochen werden. Der Mediendienst Meedia hatte bereits darüber berichtet.

Artikel meedia (klick)

Die Entwicklungen beim Nordbayerischen Kurier treiben ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft die Sorgenfalten auf die Stirn, denn „die Vorgehensweise in Bayreuth könnte als Blaupause für die anstehenden Maßnahmen bei der Bechtle Druck und Verlag („Esslinger Zeitung“) dienen“. Dort wird im Laufe des Frühjahres 2017 ebenfalls mit Planungen für Umstrukturierungen gerechnet, die einen Personallabbau zur Folge haben könnten.

Geschäftsführer der Schwarzwälder Bote Redaktionsgesellschaft, Hans-Peter Schreijäg, verklagt ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft

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„Mit großem juristischem Aufwand versucht der Chefredakteur des Schwarzwälder Boten, ver.di gerichtlich zum Schweigen zu bringen und setzt gleichzeitig seine Versuche fort, die Arbeit des Betriebsrats in seiner Redaktion zu hintertreiben“, kommentiert der Leiter des baden-württembergischen ver.di-Landesfachbereichs Medien, Siegfried Heim, die Hauptverhandlung zu einer Unterlassungsklage, die am Dienstag, 8. November, vor dem Münchner Landgericht I stattgefunden hat. Ein Artikel aus dem Südwestreport über die Hintergründe kann hier heruntergeladen werden.

 

 

Dazu SWMH-ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft: “Vermutlich ist Schreijäg ein von der Konzernspitze der SWMH in Verbindung mit der SWMH-Rechtsabteilung “Getriebener”, der einen im Konflikt um die Behinderung der BR-Arbeit von Dr. Ducks völlig unbedeutenden gerichtlichen Sieg im Äußerungsrecht vor dem Landgericht München erzielen soll. Durch die neueste E-Mail von SBR-GF Hans-Peter Schreijäg vom 26. Oktober 2016 ist jedoch jedem klar, dass es sich um eine Behinderung der Betriebsratsarbeit von Dr. Ducks handelt. Folgerichtig haben sowohl der Konzernbetriebsrats der Südwestdeutschen Medienholding GmbH als auch der Konzernbetriebsrat der Medienholding Süd auf ihren letzten Konzernbetriebsratssitzzungen beschlossen, dass es sich um eine Behinderung der Betriebsratsarbeit von Dr. Ducks handelt und deswegen eine Strafanzeige gegen SBR-GF Schreijäg bei der Staatsanwaltschaft gestellt werden soll. Eine Beteiligung der Geschäftsführer der SWMH soll dabei geprüft werden. Damit werden die Dinge hoffentlich abschließend geklärt. Ich bedanke mich bei den Betriebsräten für die vielen Solidaritätsbekundungen, die ich in den letzten Wochen und Monaten erfahren habe. Ich gehe davon aus, dass die Betriebsräte in der SWMH die Antwortschreiben von den SWMH-Geschäftsführern Dr. Richard Rebmann und Alexander Paasch richtig einordnen können. Falls die beiden nämlich tatsächlich Unbeteiligte wären, bliebe immer noch die Frage offen, ob die Geschäftsführer wissen, was in ihrer Rechtsabteilung so vor sich geht. Außerdem hätte Sie von ihrem “Durchgriffsrecht” auf die einzelnen Geschäftsführer Gebrauch machen können.”

SWMH wächst weiter: Stuttgarter Zeitung übernimmt die Mehrheitsanteile der »Esslinger Zeitung« (Bechtle)

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esslinger_zeitung_800Die SWMH wächst weiter: Nach der kürzlich erfolgten Übernahme des Nordbayrischen Kurier in Bayreuth und des Stuttgartmagazins LIFT hat die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) innerhalb kürzester Zeit ein weiteres Ausrufezeichen in der Zeitungslandschaft gesetzt. Die Stuttgarter Zeitung hat jüngst die Mehrheitsbeteiligung der Bechtle Druck und Verlag (63 %) von Frau Dr. Bechtle-Kobarg, Gesellschafterin und Herausgeberin der „Esslinger Zeitung“, übernommen. Die SWMH war bereits im Besitz von 24 % der Anteile und kommt künftig somit auf 87 % der Mehrheitsanteile. 13 % der Anteile sind weiterhin in Besitz der GO Media GmbH in Kirchheim. Vom Verkauf auch betroffen sind die Bechtle Druck und Service GmbH (DuS), Bechtle Weiterverarbeitung sowie der Rotenberg-Verlag (“Canstatter Zeitung” und “Untertürkheimer Zeitung”).

Betriebsrat und Belegschaft der „Esslinger Zeitung“ wurden am 5. Oktober über den Verkauf informiert. Bis die derzeitigen  kartell- und gesellschaftsrechtlichen Unklarheiten geregelt sind, bleibt Frau Dr. Bechtle-Kobarg Geschäftsführerin der “Esslinger Zeitung”. Vermutlich ab Januar 2017 wird die Zeitungsgruppe Stuttgart bzw. die Medienholding Süd (MHS) eine/n operativ verantwortliche/n Geschäftsführer/in einsetzen.

Mehrere Mediendienste hatten bereits von der Übernahme berichtet (Artikel Kress klick hier). Ebenso hat die SWMH in einer Intranet-Meldung ihre Mitarbeiter informiert. Darin teilt StZ-Geschäftsführer Herbert Dachs folgendes mit: „In den nächsten Wochen und Monaten stehen der Erhalt und Ausbau von Know-how sowie die Ausschöpfung von Synergiepotentialen, unter Berücksichtigung der Eigenständigkeit von Esslinger Zeitung und der Marktstellung der Druckaktivitäten im Zentrum der gemeinsamen Aktivitäten“.

Ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft: “Übersetzt heißt dies nur, dass die SWMH Synergieeffekte prüfen und entsprechende Doppelstrukturen abbauen wird. Es wäre naiv zu glauben, dass alles so bleibt wie es ist. Langfristig ist zu befürchten, dass bestimmte Bereiche und Aufgaben zentralisiert werden, was einen entsprechenden Personalabbau nach sich ziehen kann. Es wird unsere Aufgabe sein, den Versuch zu unternehmen,  möglichst viele Arbeitsplätze am Standort Esslingen zu erhalten und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.”