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Kritische Blicke auf die SWMH

Kreiszeitung „Böblinger Bote“: Arbeitgeber lässt Verhandlungen platzen

sverdimh, · Kategorien: Tarifrunde

Update: Inzwischen gibt es ein Verhandlungsergebnis (siehe Download Flugblatt)

 

Die Kreiszeitung Böblinger Bote verließ 2013 für den Bereich der Redaktion den Flächentarif und ist seither über einen Haustarif an dessen Entwicklung angebunden. Für Verlagsangestellte und Druckerei ist das Unternehmen weiter tarifgebunden. Neben dem Verleger und weiteren Familienmitgliedern ist auch der Stuttgarter Medienkonzern Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) Miteigentümer des Böblinger Lokalverlages.

Der lange vereinbarte Termin der Haustarifverhandlungen für die Redaktion der Kreiszeitung „Böblinger Bote“ fand nicht statt. Verleger Paul-Matthias Schlecht erschien nicht zu den Verhandlungen. Weil ihm nicht passte, dass gleichzeitig ein Warnstreik der Redaktion stattfand. Nach diesem Affront fordern die Journalistengewerkschaften nunmehr vom Verleger kurzfristig die Vereinbarung eines neuen Verhandlungstermins.

Eine dreiviertel Stunde wartete die betriebliche Verhandlungskommission auf die Arbeitgeberseite. Dann war klar, dass Verleger Schlecht den vereinbarten Termin platzen lässt. Die deutsche Journalistinnen und Journalistenunion (dju) in ver.di wertet dieses Arbeitgeberverhalten als nicht akzeptabel und als großes Hindernis auf dem Weg zu einer Tarifeinigung.

Außerhalb der Tarifverhandlungen ließ der Verleger mehrfach verlauten, dass er grundsätzlich nicht bereit sei, während eines Warnstreiks mit den Gewerkschaften zu verhandeln. Die Redaktion hatte sich zum Warnstreik entschlossen, nachdem der Verleger die Vereinbarungen aus der ersten Verhandlungsrunde nicht eingehalten hatte.

Die Verhandlungskommission wollte den Verhandlungstermin nutzen, um erneut den Versuch für einen akzeptablen Tarifabschluss zu machen. In der ersten Verhandlung hatte Verleger Schlecht die Übernahme des Flächentarifabschlusses für die Redakteure strikt abgelehnt. Dies hatte er unter anderem mit wirtschaftlichen Problemen begründet. Das für deren Nachweis vereinbarte Prüfungsverfahren hatte er jedoch nicht eingehalten, weil ihm die Zustimmung der Gesellschafter nicht vorlag.

Tarifabschlüsse in der Druckindustrie sowie für feste und freie Zeitungsjournalisten vereinbart

sverdimh, · Kategorien: Tarifrunde

In den Tarifauseinandersetzungen der Druckindustrie und bei den Redakteuren an Tageszeitungen hat es eine Einigung gegeben.  Die zahlreichen Streiks innerhalb der SWMH sind beendet. Die Ergebnisse werden kontrovers diskutiert. Zum Download das Ergebnis der Druckindustrie:

 

Hier das Ergebnis für feste und frei Zeitungsjournalisten zum Download

Zu den Tarifabschlüssen SWMH-ver.di-Konzernbetreuer Uwe Kreft: „Beide Tarifabschlüsse entsprechen nicht den bisher getätigten Abschlüssen in anderen Branchen. Es ist den beteiligten Gewerkschaften nicht in besonderem Maße gelungen, die Lücke zu schließen, um die Beschäftigten der Druckindustrie und Redakteure an Tageszeitungen von der allgemeinen Lohnentwicklung gegenüber den anderen Branchen abzukoppeln. Dies hängt wohl mit den wirtschaftlichen Daten der Branche und mit der Streikbeteiligung („Kräfteverhältnisse“) aus den Betrieben sowohl im „Ländle“ als auch im Bundesgebiet  zusammen. Gleichwohl scheint das Problem zu sein, dass die Streikbetriebe der SWMH (und des Teilkonzerns der Medienholding Süd) wirtschaftlich und strukturell streikbedingt andere Voraussetzungen haben als andere Druckereien und Verlage in Baden-Württemberg und darüber hinaus im ganzen Bundesgebiet. Dies ist eine Herausforderung, der sich ver.di in den kommenden Jahren dringend stellen muss. Die Frage muss beantwortet werden, ob ver.di nur noch Tarifabschlüsse macht um den Flächentarifvertrag in diesen Branchen zu retten, oder ob „streikbereite Belegschaften“ für ihren Einsatz belohnt werden. Nicht hilfreich ist aus meiner Sicht die „pauschale Hauptamtlichenkritik“, die derzeit von einigen wenigen Personen geübt wird. Eine Diskussion über Gewerkschaftsaustritte bringt uns nicht wirklich weiter, weil sie uns in unserer täglichen Arbeit, die wir weiterhin in den Betrieben machen wollen und müssen, schwächt. Sie hilft nur dem politischen Gegner. Wer will das schon?“

 

Streiks vor neuen Verhandlungen für Tageszeitungen

sverdimh, · Kategorien: Tarifrunde

28.06.2016 Ulm DEU  RedakteurInnen an Tageszeitungen streiken fuer deutlich mehr Gehalt in den laufenden Tarifverhandlungen  [ ; © ; Graffiti ; Hauptstaetter Str. 57 ; Stuttgart ; www.graffiti-foto.de , roettgers@graffiti-foto.de ; GLS Bank DE49430609677017430600,  GENDEM1GLS  ; Jegliche Nutzung des Fotos nur gegen Honorar zzgl. der gesetzlichen MwSt., vollstaendiger Namensnennung nach Paragraph 13 UrhG und Zusendung von zwei Belegexemplaren. Nutzungshonorar nach den aktuellen Bildhonoraren der MFM des BVPA. Die Nutzung ausschliesslich nach unseren Allgemeinen Geschaeftsbedingungen, siehe www.graffiti-foto.de/impressum. ; Jede Weitergabe dieses Materials an Dritte ohne ausdrueckliche Genehmigung ist untersagt. ; Attention: NO MODEL-RELEASE! ; jr_160628_9948 ; Medien ; Portraet ; Gewerkschaft ; Zeitung ; dju in Verdi ; djb ; Journalisten ; Presse ; Diskussion ; Sueddeutsche Zeitung ; Stuttgarter Zeitung ; Schwabo ; Ludwigsburger Kreiszeitung ; Nuernberger Zeitung ; Suedwestpresse ;293078 ; #0,26,121#  ;  ; ]

Foto: roettgers@graffiti-foto.de

Vor der  5. Runde in den Gehaltstarifverhandlungen für die Redakteur/innen an Tageszeitungen am Mittwoch, 29. Juni, in Berlin sind die Redaktionen von zahlreichen  Tageszeitungen aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen heute, 28. Juni, erneut in den Streik getreten. Die Mehrzahl der Streikenden  nahm an einer Großkundgebung auf dem Ulmer Marktplatz teil, wo sich rund 500 Berufskollegen trafen.

300 Redakteure streiken in Stuttgart

sverdimh, · Kategorien: Tarifrunde

IMG-20160614-WA0003Rund 300 Journalisten und zum Teil auch Verlagsangestellte haben am Dienstag, 14. Juni, in der Landeshauptstadt Stuttgart im Rahmen der laufenden Gehaltsstarifrunde gestreikt. Die Redakteure von Tageszeitungen aus Baden-Württemberg trafen sich zunächst im Willi-Bleicher-Haus. Später zogen sie zu einer Aktion auf den Schlossplatz.

Hier geht es zur DJU-Pressemitteilung.

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Warnstreik der Beschäftigten der Druckindustrie
im Pressehaus Stuttgart

sverdimh, · Kategorien: Tarifrunde

10.05.2016 Stuttgart DEU Die Mitarbeiter der Druckvorstufe, Druckerei und FIT im Stuttgarter Pressehaus streiken zur Unterstuetzung ihrer Forderungen in der laufenden Tarifrunde Transparent: Wir sind es wert. [ ; © ; Graffiti ; Hauptstaetter Str. 57 ; Stuttgart ; www.graffiti-foto.de , roettgers@graffiti-foto.de ; GLS Bank DE49430609677017430600,  GENDEM1GLS  ; Jegliche Nutzung des Fotos nur gegen Honorar zzgl. der gesetzlichen MwSt., vollstaendiger Namensnennung nach Paragraph 13 UrhG und Zusendung von zwei Belegexemplaren. Nutzungshonorar nach den aktuellen Bildhonoraren der MFM des BVPA. Die Nutzung ausschliesslich nach unseren Allgemeinen Geschaeftsbedingungen, siehe www.graffiti-foto.de/impressum. ; Jede Weitergabe dieses Materials an Dritte ohne ausdrueckliche Genehmigung ist untersagt. ; Attention: NO MODEL-RELEASE! ; jr_160510_0958 ; Presse ; Medien ; swmh ; Verdi ; Arbeit ;293078 ; #0,26,121#  ;  ; ]

Die Mitarbeiter der Druckvorstufe, Druckerei und FIT im Stuttgarter Pressehaus streiken zur Unterstuetzung ihrer Forderungen in der laufenden Tarifrunde. Foto: www.graffiti-foto.de

Im Tarifkonflikt für die Beschäftigten der Druckindustrie (ver.di fordert eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 5 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten), hat der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) in der zweiten Verhandlungsrunde am 03. Mai 2016 den Vorschlag präsentiert, die Löhne und Gehälter um 1,2 % bei einer Laufzeit von 18 Monaten (inkl. zwei Nullmonate) zu erhöhen. Dieses „Angebot“ ist aus Sicht der Arbeitnehmer in den P-Gesellschaften (PHD/PHV/PHIT) der Zeitungsgruppe Stuttgart völlig unzureichend. Zum einen deswegen, weil Geschäftsführer Johannes Degen den tarifungebundenen Beschäftigten in seinen Unternehmen bereits rückwirkend zum 1. April 2016 eine Lohnerhöhung von 2 % gewährt hat (Pikanterie am Rande: Degen sitzt als Verhandlungsmitglied des bvdm am Verhandlungstisch!). Zum anderen, weil Beschäftigte der PHD und PHV durch den Wegfall der 7. Printausgabe von „Sonntag Aktuell“ und dem damit verbundenen Wegfall von Samstagsarbeit und verkürzten Nachtschichten ein jährlicher Reallohnverlust zwischen 3500.- und 4500.- Euro entsteht, der durch die angebotene Lohnerhöhung in keiner Weise kompensiert werden kann. Mit einem ganztägigen Warnstreik haben die Beschäftigten deutlich zum Ausdruck gebracht, was sie vom „Angebot“ des bvdm halten. Die nächsten Verhandlungen in der Druckindustrie finden am 24. und 25. Mai 2016 statt.

Ver.di fordert auch für die Beschäftigten der Druckindustrie 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt

sverdimh, · Kategorien: Tarifrunde

uweDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die Beschäftigten der Druckindustrie und für Angestellte in Zeitungsverlagen in der anstehenden Tarifrunde 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dies hat die bundesweite Tarifkommission am 17. Februar bei ihrer Sitzung in Frankfurt entschieden (klick hier).

Auch in der Gehaltsrunde für Redakteure an Tageszeitungen sind fünf Prozent mehr Geld für alle festen und freien Tageszeitungsjournalisten, mindestens aber 200 Euro Gehaltserhöhung gefordert.  Die ersten Tarifverhandlungen am 10. Februar in Frankfurt/Main sind ergebnislos vertagt worden (Info 1. Verhandlung klick hier). Für die nächste Verhandlungsrunde am 10. März 2016 wird ein erstes Gehaltsangebot der Arbeitgeberseite erwartet. Dazu Landesfachbereichsleiter Siegfried Heim: „Hier wird sich zeigen, ob sich im Verlegerverband die norddeutsche oder die süddeutsche Variante durchsetzt.“

Tarifvertragsparteien unterschreiben: Beschäftigungssicherung in
der Pressehaus Stuttgart Druck GmbH

sverdimh, · Kategorien: Tarifrunde

Handel-Logo_TV_Schuetzen-1Es ist geschafft: Der Firmentarifvertrag zur Beschäftigungssicherung (mit Besetzungsregeln) für die Pressehaus Stuttgart Druck GmbH (PHD) ist sowohl von der Geschäftsführung der PHD als auch von ver.di unterschrieben worden. Ver.di-Gewerkschaftssekretär Uwe Kreft freut sich riesig über den Erfolg – als solchen bezeichnet er den Inhalt des Firmentarifvertrages. Kreft: „Es hat sich mal wieder gezeigt, was alles erreicht werden kann, wenn ver.di, betriebliche Tarifkommission, Betriebsrat und Beschäftigte am selben Strang ziehen – und das auch noch in die richtige Richtung!“ Mehr Details über den Tarifabschluss gibt es hier (klick).

 

Tarifeinigung bei Pressehaus Stuttgart Druck greifbar

sverdimh, · Kategorien: Flugblatt, Tarifrunde

2015 04 02 Info 5Beim Unternehmen Pressehaus Stuttgart Druck scheint nach einem Verhandlungsmarathon am heutigen Donnerstag eine Tarifeinigung bezüglich der Besetzung an Druckmaschinen möglich (zu Hintergrundinfos siehe diesen Beitrag). Folgende Eckpunkte wurden festgelegt:

1. Besetzung: Bei einer 1-Turm-Produktion sind 2 Drucker notwendig, 2 bis 3 Türme 3
Drucker, 4 Türme 4 Drucker, 5 Türme 5 Drucker und 6 Türme 6 Drucker
2. Bis zum 31. 12. 2017 kann bei Auftragswegfall die Arbeitszeit um 2 Wochenstunden
reduziert werden, bei gleichzeitiger Beschäftigungssicherung
3. Die Personalstärke im technischen Bereich wird bis zum 31. Dezember 2016 auf
61 Beschäftigte und bis zum 31. 12. 2019 auf 59 Beschäftigte festgeschrieben
4. Die Laufzeit des Firmentarifvertrages gilt bis zum 31. Dezember 2019
5. Ein Firmentarifvertrag zur Altersteilzeit wird nicht verhandelt.

Alle Informationen gibt es im aktuellen Flugblatt hier: